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Ranking nach einem Google Core Update eingebrochen? Das ist jetzt zu tun

Ranking nach einem Google Core Update eingebrochen? Das ist jetzt zu tun

Du öffnest morgens die Search Console – und der Traffic ist über Nacht weggebrochen. Wenn das mit einem Google Core Update zusammenfällt, ist der erste Impuls fast immer der falsche: hektisch alles umbauen. Dieser Guide zeigt dir Schritt für Schritt, wie du die Ursache findest, die typischen Fehler vermeidest und dich systematisch erholst.

Erst prüfen: Core Update oder Eigenfehler?

Bevor du auch nur eine Zeile änderst, musst du wissen, womit du es zu tun hast. Ein Einbruch hat grob zwei mögliche Quellen: ein algorithmisches Update seitens Google – oder ein technischer Fehler auf deiner eigenen Seite. Beide fühlen sich gleich an, brauchen aber völlig unterschiedliche Reaktionen.

Die schnelle Unterscheidung: Bricht der Traffic über die ganze Domain gleichzeitig ein und fällt das zeitlich mit einem bestätigten Core Update zusammen, spricht das für ein algorithmisches Update. Trifft es dagegen nur einzelne URLs oder ein Verzeichnis, ist ein Eigenfehler wahrscheinlicher – ein versehentliches noindex, ein kaputtes Canonical-Tag oder eine misslungene Migration. Wie sich so ein branchenweiter Ranking-Sturm anfühlt und einordnen lässt, haben wir ausführlich unter Was ist ein Serponado? beschrieben.

Die ersten 48 Stunden: warum Stillhalten oft richtig ist

Das klingt paradox, ist aber der wichtigste Rat überhaupt: In den ersten Tagen nach einem Core Update solltest du nicht in Panik handeln. Core Updates rollen selten über Nacht aus – sie ziehen sich oft über zwei bis drei Wochen und bewegen sich in Wellen. Was du an Tag 2 siehst, ist ein Zwischenstand, kein Endergebnis.

Wer sofort Texte umschreibt, Seiten löscht und Links abbaut, fügt einem ohnehin laufenden Prozess weitere Variablen hinzu – und kann hinterher nicht mehr sagen, was gewirkt hat. Sammle in dieser Phase Daten, statt zu handeln.

Daten sammeln: Search Console & Volatilitäts-Tools richtig lesen

Zwei Quellen geben dir das klarste Bild:

  • Google Search Console: Vergleiche den Zeitraum vor und nach dem Einbruch. Achte auf das Muster – verlierst du Impressionen (Sichtbarkeit) oder nur Positionen? Sind alle Seiten betroffen oder ein bestimmtes Cluster? Das grenzt die Ursache stark ein.
  • Volatilitäts-Tools: Sie messen die allgemeine Bewegung in den SERPs. Schlagen sie branchenweit aus, ist es ein algorithmisches Update – nicht dein Einzelproblem.

Wie du diese Schwankungen einordnest und ab wann es wirklich ein Sturm ist, erklären wir im Detail unter Ranking-Volatilität messen mit der Serponado Skala.

Die häufigsten Fehler nach einem Einbruch

Diese Reaktionen machen es fast immer schlimmer:

  • Überstürztes Umschreiben gut funktionierender Inhalte, nur weil das Ranking gerade wackelt.
  • Massenhafter Linkabbau aus Angst vor einer „Abstrafung", obwohl die Links gar nicht das Problem waren.
  • Seiten löschen, die nur vorübergehend gefallen sind und sich nach Abschluss des Updates erholt hätten.
  • Aktionismus statt Analyse – zehn Änderungen gleichzeitig, danach keine Zuordnung mehr möglich.

Mittelfristige Erholung: Qualität und E-E-A-T stärken

Erst wenn das Update vollständig ausgerollt ist, beginnt die eigentliche Arbeit. Jetzt vergleichst du Gewinner und Verlierer in deiner Nische: Welche Seiten sind gestiegen, und was machen sie besser? Core Updates bewerten vor allem die Qualität und Relevanz von Inhalten neu – die Hebel liegen entsprechend bei echter Substanz: einzigartige, hilfreiche Inhalte, nachweisbare Erfahrung und Expertise (E-E-A-T), eine saubere technische Basis und ein natürliches Linkprofil. Schnelle Tricks gibt es hier nicht; Erholung ist ein Prozess über Wochen.

Wann sich professionelle Hilfe lohnt

Wenn der Einbruch geschäftskritisch ist, sich nach Abschluss des Updates nicht erholt oder du die Ursache nicht eingrenzen kannst, lohnt ein zweites, erfahrenes Paar Augen. Genau dafür gibt es unsere Suchmaschinenoptimierung – nüchtern, datenbasiert und ohne Panik-Aktionismus.