Was kostet ein Website-Relaunch? Diese 7 Faktoren bestimmen den Preis
„Was kostet ein Relaunch?“ ist fast immer die erste Frage – und die ehrlichste Antwort lautet: Das hängt davon ab. Das klingt nach Ausrede, ist aber keine. Der Relaunch einer Praxis-Website mit zehn Seiten hat mit dem Relaunch eines Unternehmens mit Mehrsprachigkeit, Shop und Schnittstellen wenig gemeinsam. Pauschalpreise aus dem Internet helfen dir deshalb kaum weiter.
Viel nützlicher ist es zu verstehen, wovon der Aufwand abhängt. Dann kannst du dein Budget realistisch planen, Angebote besser vergleichen und gezielt entscheiden, wo du investierst und wo du sparst. Diese sieben Faktoren bestimmen den Preis.
1. Umfang und Seitenstruktur
Der offensichtlichste Faktor: Wie viele Seiten hat deine Website, und wie unterschiedlich sind sie aufgebaut? Zehn Unterseiten nach demselben Muster sind schnell umgesetzt. Jede Seite mit eigenem Aufbau, eigenen Elementen und eigener Logik erhöht dagegen den Aufwand für Konzeption, Design und Entwicklung.
Ein Relaunch ist außerdem eine gute Gelegenheit aufzuräumen. Viele Websites schleppen veraltete Seiten mit, die niemand mehr besucht. Weniger, dafür bessere Seiten senken nicht nur die Kosten, sondern verbessern oft auch die Nutzerführung.
2. Individuelles Design oder Vorlage
Ein gekauftes Theme ist günstiger als ein individuelles Design – zumindest am Anfang. Vorlagen bringen aber oft Funktionen und Ballast mit, die du nicht brauchst, und lassen sich nur begrenzt an dein Corporate Design anpassen.
Ein individuelles Design kostet mehr Zeit in der Konzeption, passt dafür genau zu deinem Unternehmen und deinen Inhalten. Liegt bereits ein fertiger Entwurf deiner Grafikerin oder Agentur vor, zum Beispiel aus Figma, entfällt dieser Schritt weitgehend – dann geht es „nur“ noch um die saubere technische Umsetzung.
3. Funktionen und Schnittstellen
Eine reine Informationsseite ist schnell gebaut. Aufwendiger wird es, sobald zusätzliche Funktionen dazukommen, zum Beispiel:
- Mehrsprachigkeit
- Online-Terminbuchung oder Kontaktformulare mit Logik
- Stellenanzeigen, Blog oder News-Bereich mit Filtern
- Mitgliederbereich mit Login
- Anbindung an externe Systeme wie CRM, Warenwirtschaft oder Buchungstools
Mein Tipp: Unterscheide zwischen „brauche ich zum Start“ und „wäre schön“. Vieles lässt sich in einer zweiten Ausbaustufe ergänzen, ohne dass der Relaunch darauf warten muss.
4. Inhalte: Texte, Bilder, Übernahme
Inhalte werden bei der Planung am häufigsten unterschätzt. Können bestehende Texte übernommen werden, oder müssen sie neu geschrieben werden? Gibt es aktuelle Fotos, oder braucht es ein Shooting? Wer pflegt die Inhalte ins neue System ein?
Je mehr du selbst lieferst, desto geringer der Aufwand. Gleichzeitig lohnt es sich, gerade bei den wichtigsten Seiten in gute Texte zu investieren – sie entscheiden darüber, ob Besucher anfragen und ob Google deine Seite versteht.
5. Migration und Weiterleitungen
Bei einem Relaunch ändern sich fast immer URLs. Ohne saubere 301-Weiterleitungen von den alten auf die neuen Adressen verlierst du Rankings, die du dir über Jahre aufgebaut hast. Wie aufwendig das ist, hängt davon ab, wie viele Seiten, Blogartikel und Unterseiten deine alte Website hat.
Dieser Punkt taucht in Angeboten manchmal gar nicht auf. Frag gezielt danach – hier zu sparen, ist eine der teuersten Entscheidungen beim Relaunch. Mehr dazu im Artikel Website-Relaunch: Was du vorher planen musst.
6. SEO und Performance
Eine neue Website, die gut aussieht, aber bei Google nicht gefunden wird, hilft dir wenig. Wie viel SEO im Relaunch steckt, ist ein großer Unterschied zwischen Angeboten: Werden Seitentitel, Meta-Beschreibungen und Überschriften geplant? Gibt es strukturierte Daten? Werden Bilder optimiert und Ladezeiten gemessen?
Eine technische SEO-Grundoptimierung sollte bei jedem Relaunch dazugehören. Weitergehende Leistungen wie Keyword-Recherche, lokale SEO oder Content-Strategie können je nach Ziel sinnvoll sein.
7. Betreuung nach dem Launch
Mit dem Go-live ist die Arbeit nicht vorbei. Ein CMS braucht Updates, Backups und gelegentlich kleine Anpassungen. Kläre vorab, wer das übernimmt und in welchem Rahmen – zum Beispiel über einen Wartungsvertrag für Contao Support & Wartung. So vermeidest du, dass die neue Website nach zwei Jahren wieder veraltet ist. Plane diese laufenden Kosten von Anfang an mit ein – sie sind deutlich kleiner als die Kosten eines erneuten Relaunchs, weil das System nie gepflegt wurde.
Warum Pauschalpreise selten passen
Paketpreise wirken übersichtlich, haben aber einen Haken: Entweder bezahlst du für Leistungen, die du nicht brauchst, oder dir fehlt später genau das, was für dein Unternehmen wichtig ist. Ein seriöses Angebot entsteht deshalb erst, wenn Ziele, Umfang und Anforderungen klar sind.
Achte beim Vergleich von Angeboten weniger auf die Endsumme als darauf, was konkret enthalten ist: Konzeption, Design, Umsetzung, Inhaltspflege, Weiterleitungen, SEO und Einweisung.
So bekommst du eine verlässliche Einschätzung
Je besser du vorbereitet bist, desto genauer lässt sich der Aufwand einschätzen. Diese Punkte helfen im ersten Gespräch:
- Was soll die neue Website erreichen – mehr Anfragen, Bewerbungen, Sichtbarkeit?
- Welche Seiten und Funktionen braucht es zum Start?
- Gibt es bereits ein Design oder Corporate Design?
- Welche Inhalte sind vorhanden, welche fehlen?
- Gibt es einen Wunschtermin für den Launch?
Du bist dir nicht sicher, ob ein Relaunch überhaupt nötig ist? Dann lies zuerst Wann ist es Zeit für einen Website-Relaunch? Und wenn du direkt wissen willst, wie das bei mir abläuft: Hier findest du alles zum Website Relaunch in Hamburg. Eine konkrete Einschätzung für dein Projekt bekommst du im kostenlosen Erstgespräch.